Der in Südtirol geborene und mittlerweile in Paris lebende Barockgeiger Johannes Pramsohler hat sich in den letzten Jahren zu einem der vielseitigsten Musiker seines Fachs entwickelt.

Als künstlerischer Leiter und erster Geiger des 2009 von ihm gegründeten Ensemble Diderot erweckt er mit höchster Präzision und feinem Gespür für bedeutende Raritäten unbekanntes Repertoire zum Leben. Die Debüt-Einspielung des Ensembles mit Kammermusik vom Hofe Augusts des Starken sorgte international für grossen Beifall.

Johannes Pramsohler hat als Konzertmeister u.a. mit The King’s Consort, Le Concert d’Astrée, dem European Union Baroque Orchestra, den International Baroque Players sowie als Gast der Berliner Philharmoniker mit deren Spezialensemble Concerto Melante gearbeitet. Als Solist war Johannes in der jüngeren Vergangenheit unter Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchestra und dem Taiwan Baroque Orchestra zu hören. Rezitale mit festen Kammermusikpartnern wie Philippe Grisvard (Cembalo) oder Jadran Duncumb (Laute) führen ihn regelmäßig in die Konzertsäle Europas.

Seine erste CD mit Weltersteinspielungen von Violinkonzerten aus Dresden wurde für den International Classical Music Award nominiert. Um künstlerisch noch freier in seinen Entscheidungen zu sein, hat Johannes 2013 sein eigenes Label gegründet. Die vorwiegend aus Ersteinspielungen bestehende Diskographie von Audax Records wurde mit Preisen wie dem Diapason d’Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Als gefragter Pädagoge ist Johannes seit 2011 für die Streicher des französischen Jugendbarockorchesters OFJ verantwortlich, unterrichtet an der Sommerakademie des Festival du Périgord Noir und wird regelmäßig zu Meisterkursen an die Chinese Culture University in Taipei, das Shanghai Conservatoire und das Instituto Superior de Arte del Teatro Colón in Buenos Aires eingeladen.

Johannes erhielt seine Ausbildung am Musikkonservatorium „C. Monteverdi“ in Bozen, an der Guildhall School of Music and Drama in London und am Pariser Conservatoire CRR bei so bedeutenden Lehrern wie Georg Egger, Jack Glickman und Rachel Podger und ist derzeit Doktorand an der Royal Academy of Music in London. Ein Studium in historischer Aufführungspraxis am Mozarteum Salzburg und die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel sind wichtige Inspirationsquellen seiner Arbeit. Er ist Preisträger des Internationalen Telemann-Wettbewerbs Magedeburg.

Seit 2008 hat Johannes die Ehre, Reinhard Goebels Geige, eine P. G. Rogeri aus dem Jahr 1713, sein Eigen zu nennen.

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