Der in Südtirol geborene und mittlerweile in Paris lebende Barockgeiger Johannes Pramsohler hat sich in den letzten Jahren zu einem der vielseitigsten Musiker seines Fachs entwickelt. Als künstlerischer Leiter und erster Geiger des 2008 von ihm gegründeten Ensemble Diderot erweckt er mit höchster Präzision und feinem Gespür für bedeutende Raritäten unbekanntes Repertoire zum Leben.

Johannes hat als Konzertmeister u.a. mit The King’s Consort, Le Concert d’Astrée, Concerto Köln, dem European Union Baroque Orchestra, den International Baroque Players sowie als Gast der Berliner Philharmoniker mit deren Spezialensemble Concerto Melante gearbeitet. Als Solist und zunehmend auch als Dirigent wird Johannes regelmäßig sowohl von Barockorchestern als auch von modernen Sinfonieorchestern eingeladen.

Um künstlerisch noch freier in seinen Entscheidungen zu sein, hat Johannes 2013 sein eigenes Label gegründet. Die vorwiegend aus Ersteinspielungen bestehende Diskographie von Audax Records wurde mit Preisen wie dem Diapason d’Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Als gefragter Pädagoge ist Johannes seit 2011 für die Streicher des französischen Jugendbarockorchesters OFJ verantwortlich, unterrichtet an der Sommerakademie des Festival du Périgord Noir und wird regelmäßig für Meisterkurse an die Chinese Culture University in Taipei, das Shanghai Conservatoire, die Norwegische Musikhochschule in Oslo und das Instituto Superior de Arte del Teatro Colón in Buenos Aires eingeladen.

Johannes erhielt seine Ausbildung am Musikkonservatorium „C. Monteverdi“ in Bozen, an der Guildhall School of Music and Drama in London und am Pariser Conservatoire CRR, u.a. bei Georg Egger, Jack Glickman und Rachel Podger und ist derzeit Doktorand an der Royal Academy of Music in London. Ein Studium in historischer Aufführungspraxis am Mozarteum Salzburg und die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel sind wichtige Inspirationsquellen seiner Arbeit. Er ist Preisträger des Internationalen Telemann-Wettbewerbs Magedeburg. Seit 2008 hat Johannes die Ehre, Reinhard Goebels Geige, eine P. G. Rogeri aus dem Jahr 1713, sein Eigen zu nennen.

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